Review zu "Primordia"

Entwickelt wurde das klassische Adventure Primordia von den Wormwood Studios, unterstützt von Wadjet Eye Games, die bereits viel Erfahrung in der Entwicklung und im Publishing von Adventurespielen im Retro-Stil mitbringen. In einer Zeit nach den Menschen wird die Welt von Robotern, Computern und Maschinen beherrscht. Energie ist eine der wichtigsten Ressourcen und als unserem Protagonisten Horatio Nullbuilt sein letzter Energiekristall von einem anderen Roboter abgenommen wird, macht er sich auf den Weg in die Stadt Metropol, um zurück zu holen, was ihm gehört ...

Verpackung, Handbuch und Installation

Getestet wurde die Downloadversion, die knapp 1GB umfasst. Die Installation verlief problemlos und es wurden etwa 1,3GB an Daten auf die Festplatte installiert. In den Spieloptionen können die Lautstärken (Sprache und Musik), das Hinweissystem und die Text- bzw. Sprachausgaben eingestellt werden. Zudem gibt es, wie bereits aus anderen Spielen mit Beteiligung von Wadjet Eye Games bekannt, eine Option mit Entwicklerkommentaren und Versprechern im Spiel. Diese Option sollte aber erst verwendet werden, wenn man das Spiel mindestens schon einmal komplett durchgespielt hat. Abgesehen von insgesamt drei unterschiedlichen Abstürzen (Skriptfehler) gegen Ende des Spieles, gab es keine weiteren technischen Probleme.

Story und Rätsel

In einer Zeit nach den Menschen wird die Welt nur mehr von Robotern, Computern und Maschinen beherrscht und Energie ist eine der wichtigsten Ressourcen. Als unserem Protagonisten, dem Androiden Horatio Nullbuilt Version 5, sein letzter Energiekristall von einem anderen Roboter abgenommen wird, macht er sich zusammen mit seinem vorlauten Roboterkumpel Crispin auf den Weg in die Stadt Metropol, um sich zurück zu holen, was ihm gehört. Bald schon soll sich jedoch zeigen, dass Horatio für eine höhere Aufgabe bestimmt ist und eine wichtige Rolle für die Zukunft der Welt spielt. Obwohl das Setting eigentlich eine gute Basis für eine spannende Story bietet, präsentiert sich das Spiel eher langatmig und teilweise fast schon langweilig. Es kommt wenig Motivation auf, die teilweise durchaus anspruchsvollen und guten Rätsel zu suchen und anzupacken. Die abschnittsweise sehr umfangreichen und wenig spannenden Dialoge verstärken diesen Eindruck der Langatmigkeit noch. Erst im letzten Spielabschnitt kommt das Spiel zumindest etwas mehr in Schwung, aber das reicht nicht mehr aus, den eher durchschnittlichen Gesamteindruck aufzubessern. Über eine Spieldauer von ca. 10 Stunden beschäftigt man sich primär mit den Rätseln und Aufgaben, taucht aber nicht in eine spannende oder in anderer Weise besonders ansprechende Geschichte ein.


Grafik, Sound und Sprachausgabe

Grafisch präsentiert sich das Spiel mit 640x400-Pixelgrafik im Retro-Stil, der an frühere Adventurezeiten erinnert. Soweit es diese niedrige Auflösung zulässt, sind die Schauplätze ansprechend gestaltet und vermitteln gut die Stimmung einer heruntergekommenen Welt ohne Menschen, in der nur mehr Maschinen regieren. Die Anzahl der verschiedenen Locations ist überschaubar, im Wesentlichen spielt sich die Handlung in der Umgebung des havarierten Gleiters von Horatio und später in der Maschinenstadt Metropol ab. Hinsichtlich der Animationen zeigt sich das Spiel eher spartanisch. Der elektronische Soundtrack ist dezent gehalten, passt aber gut zur Atmosphäre. Die stimmigen Hintergrundgeräusche runden die Soundkulisse ab. Wie bei den Adventures in Zusammenarbeit mit Wadjet Eye Games bereits gewohnt, sind die Sprachausgaben wieder von sehr hoher Qualität. Derzeit ist das Spiel nur in englischer Sprache erhältlich.


Gameplay

Gesteuert wird Horatio Nullbuilt aus der 3rd-Person-Perspektive mit einem reinen Point&Click-Interface. Mit einem Klick der linken Maustaste wird eine Aktion ausgeführt und über die rechte Maustaste kann ein Objekt untersucht werden. Das Inventar kann über ein Icon in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand aufgerufen werden. Dort kann man auch auf seinen mobilen Computer zugreifen, in dem Daten zu den anstehenden Aufgaben gesammelt werden und eine Karte mit den bereits gefundenen Orten vorgehalten wird. Ebenfalls über ein Icon in der oberen Menüleiste kann man seinen fliegenden Kumpel Crispin auswählen, um ihn mit diversen Aufgaben zu betrauen. Für die Recherche an einem Datenterminal in Metropol und für die Eingabe der Koordinaten in ein Teleskop kommt auch kurz die Tastatur zum Einsatz. Der aktuelle Spielstand kann zu jeden Zeitpunkt frei gespeichert werden.


Zusammenfassung

Das Setting von Primordia bietet zwar die Basis für ein spannendes Adventure, jedoch ist es im Endeffekt leider nur ein durchschnittliches Adventure geworden. Über die Spieldauer von ca. 10 Stunden bringt die sehr langatmige Story ohne irgendwelche Spannungsmomente oder Tiefgang wenig Motivation zum Anpacken der teilweise durchaus anspruchsvollen und guten Rätsel. Die teilweise sehr umfangreichen Dialoge wirken sich in diesem Fall verstärkend nachteilig aus. Im letzten Spielabschnitt kommt die Handlung zwar doch noch etwas in Fahrt, aber da ist es schon zu spät, den Gesamteindruck nochmals wesentlich aufzubessern. Grafisch präsentiert sich das Spiel mit 640x400-Pixelgrafik im Retro-Stil und vermittelt gut die Stimmung einer heruntergekommenen Welt ohne Menschen. Der elektronische Soundtrack ist dezent gehalten, passt aber gut zur Atmosphäre. Die Sprachausgaben sind wieder von sehr hoher Qualität, wie man das bereits von Spielen mit Beteiligung von Wadjet Eye Games kennt. Gesteuert wird das Adventure aus der 3rd-Person-Perspektive mit einem reinen Point&Click-Interface. Derzeit ist das Spiel nur in englischer Sprache erhältlich.

Spiel-Datenblatt / Game-Datasheet

Entwickler/Developer Wormwood Studios
Publisher Wadjet Eye Games
Plattform/Platform PC (DOWNLOAD)
Perspektive/Perspective 3rd-Person
Steuerung/Control Point&Click
Altersfreigabe/Rating keine Angabe
Anmerkungen/Remarks derzeit nur in Englisch erhältlich