Review zu "Green Moon"

Als spannende Mischung aus Adventure und Wimmelbildspiel kündigt sich „Green Moon“ auf der Verpackung an. Deren Aufmachung und auch das Wort „Gänsehaut“ mögen ein gruseliges Spiel suggerieren, aber spätestens die USK-Einstufung (freigegeben ohne Altersbeschränkung) macht klar, dass es sich wohl um eher harmlosere Inhalte handeln muss. Man hat im Spiel die Aufgabe, auf Reisen durch Zeit und Raum bestimmte Gegenstände aufzuspüren und mit deren Hilfe in Verbindung mit etwas Magie den Mond bewohnbar zu machen, einen grünen Mond also.

Verpackung, Handbuch und Installation

Eine DVD-Box beinhaltet die Spiel-CD und ein Beilageblatt, welches kurze Anweisungen zur Installation enthält. Die eigentliche Spielanleitung findet sich später in elektronischer Form direkt im Spiel. Die Installation verlief problemlos und es wurden etwa 176MB an Daten auf die Festplatte übertragen. In den Spieloptionen können die Lautstärken und der Fenster- bzw. Vollbildmodus eingestellt werden. Beim Start eines neuen Spieles muss ein Profil angelegt werden, in dem dann die Speicherstände des jeweiligen Spielers abgelegt werden.

Story und Rätsel

In der etwas knappen Einleitung erfährt man, dass man ein altes Haus geerbt hat und findet sich kurz darauf auch in diesem wieder. Ab hier übernimmt der Spieler die Steuerung und erkundet das Haus, um bald im Keller ein altes Buch der „Kinder des Mondes“ zu finden. Darin finden sich insgesamt 12 Aufgaben, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden müssen, mit dem Ziel, den Mond wieder bewohnbar zu machen, was sich einem aber erst im späteren Spielverlauf offenbart. Abgesehen von ein paar Minispielen wird der Spieler überwiegend mit zwei Arten von Aufgaben beauftragt, nämlich das Brauen von Zaubertränken und das Aufspüren von verschiedenen Objekten. Für die Zaubertränke müssen zunächst die verschiedenen Zutaten eingesammelt werden, um danach den Trank zu brauen und durch seine Einnahme neue Fähigkeiten zu erlangen, beispielsweise durch die Zeit zu reisen. Diese Fähigkeit benötigt man später auch oftmals für die zweite Art von Aufgabe, nämlich das Aufspüren von bestimmten Objekten, die an vielen verschiedenen Orten in verschiedenen Zeiten verstreut wurden. Zudem erlangt man bald auch die Möglichkeit, auf den Mond zu reisen, um sich dort darum zu kümmern, diesen durch Sauerstoff, Wärme, Wasser, etc. wieder bewohnbar zu machen, so wie es die „Kinder des Mondes“ wünschen. Grundsätzlich sind die Aufgaben einfach, obwohl man manchmal etwas suchen muss, um benötigte Gegenstände zu finden. Insgesamt aber mangelt es dem Spiel an einer interessanten Story und man ist wenig motiviert, sich durch die Aufgaben zu arbeiten, wodurch man nach einer Spieldauer von etwa 5-6 Stunden eigentlich auch froh ist, das Ende des Spieles endlich erreicht zu haben.


Grafik, Sound und Sprachausgabe

Die Hintergrundgrafiken der vielen abwechslungsreichen Locations sind nett gestaltet und gelegentlich mit kleinen Hintergrundanimationen versehen. Bei Dialogen werden die Gesichter der Gesprächspartner jeweils groß dargestellt, die aber etwas leblos wirken. Umfangreichere Zwischensequenzen hat das Spiel nicht zu bieten und auch das Video am Ende des Spiels besteht im Prinzip nur aus einer gerenderten Abfolge aus Bildern. Gelegentliche Hintergrundmusik und Hintergrundgeräusche sind eher dezent, insgesamt aber stimmig. Für die von Zeit zu Zeit vorkommenden Dialoge im Spiel gibt es leider keine Sprachausgaben und es müssen die Texte abgelesen werden.


Gameplay

Gesteuert wird das Spiel aus der 1st-Person-Perspektive mit Maussteuerung. An den vier Rändern der jeweiligen Szene befinden sich Pfeile, über die man sich – sofern sie grün gefärbt sind – in das nächste Bild bewegen kann. Eingesammelte Gegenstände landen im Inventar am unteren Bildschirmrand und können dort bei Bedarf auch kombiniert werden. Die Anzahl der Inventarplätze ist begrenzt und man muss sich aufgrund der vielen aufnehmbaren Objekte immer gut überlegen, was man im Inventar habe möchte und was man an der jeweiligen Location ablädt oder gleich liegen lässt. Der aktuelle Spielstand kann in 10 Speicherslots abgelegt werden und es ist auch eine praktische Schnellspeichertaste vorhanden. Es empfiehlt sich auch gelegentlich zu speichern, da man im Spiel an manchen Stellen umkommen kann. Zur Einführung bietet das Spiel ein kleines Tutorial.


Zusammenfassung

Die Mischung aus Adventure und Wimmelbildspiel kann dem Spiel klar bestätigt werden, da mehrere adventuretypische Merkmale vorhanden sind. Allerdings fehlt der wesentlichste Teil, nämlich eine richtige Story, die den Spieler motiviert und anspricht. Man findet zunächst nur ein Buch mit diversen Aufgaben und erst im Spielverlauf stellt sich heraus, dass man diese Aufgaben erfüllen muss, um den Mond wieder bewohnbar zu machen. Grafisch ist das Spiel ganz nett umgesetzt und auch die dezente Hintergrundmusik ist stimmig. Sprachausgaben hingegen fehlen komplett. Die überwiegenden Tätigkeiten sind das Zubereiten von Zaubertränken und des Aufspüren von verschollenen Gegenständen in Reisen durch Zeit und Raum. Die Aufgaben sind wenig anspruchsvoll und den größten Zeitaufwand erfordert das Suchen der benötigten Gegenstände oder Zutaten. Durch die schwach ausgeprägte bzw. kaum vorhandene Story ist der Spieler letztendlich wenig motiviert, sich über die etwa 5-6 Stunden Spieldauer durch die Aufgaben zu klicken.

Spiel-Datenblatt / Game-Datasheet

Entwickler/Developer Absolutist
Publisher Rondomedia
Plattform/Platform PC (CD)
Perspektive/Perspective 1st-Person
Steuerung/Control Point&Click
Altersfreigabe/Rating keine Altersbeschränkung
Anmerkungen/Remarks Wimmelbildspiel/Adventure