DOSBox: Einstellungen und Bedienung

In diesem Artikel unserer Reihe zur DOSBox werden die für den Einstieg wichtigsten Anzeigen und Bedienfunktionen des Emulators erläutert. Zunächst wird die Bedeutung der vereinfachten Statusanzeigen im Titel des DOSBox-Fensters erklärt und wie das Öffnen des zusätzlichen Statusfensters unterdrückt werden kann. Weiters werden die grundlegenden Tastenkombinationen im Umgang mit der DOSBox aufgezeigt, um damit in den Vollbildmodus zu wechseln, die Geschwindigkeit der Emulation anzupassen oder die DOSBox im Falle von Problemen hart schließen zu können.

1.) Vereinfachte Statusanzeige im Titel des DOSBox-Fensters

Im Titel des DOSBox-Fensters werden grundlegende Informationen zum Betriebszustand der DOSBox angezeigt, wie auch im nachfolgenden Screenshot zu sehen ist. Der Text „DOSBox 0.73“ informiert über die aktuelle Versionsnummer der DOSBox. Der Wert „Cpu Cycles“ (in diesem Beispiel 3000) zeigt die aktuell eingestellte Geschwindigkeit der Emulation. Dies wird später interessant, wenn man gezielt die Geschwindigkeit der Emulation verändert, falls Spiele zu schnell oder zu langsam in der DOSBox ablaufen. In vielen Fällen erkennt die DOSBox automatisch, welche Einstellung für das aktuell gestartete Programm oder Spiel günstig ist. Der Wert „Frameskip“ zeigt an, wie oft in der Bildwiederholung ein Bild einfach ausgelassen wird und ist normalerweise auf 0 eingestellt. Dieses gezielte Auslassen von Bildern reduziert die nötige Rechenleistung und wird zumeist nur bei besonders grafikintensiven Spielen nötig. Unter „Program:“ wird einfach der Name des aktuell in der DOSBox ausgeführten Programmes bzw. Spieles angezeigt. Wenn man die DOSBox in den Vollbildmodus schaltet, ist diese Statusanzeige übrigens nicht mehr sichtbar. Dazu muss man wieder in die Fensteransicht zurückschalten.

2.) Unterdrücken des separaten Statusfensters der DOSBox

Beim Starten der DOSBox wird automatisch ein zusätzliches Fenster geöffnet, welches viele Details zum Betriebszustand anzeigt. In der Regel ist diese Anzeige für den Anwender aber nicht von Nutzen und darum wird dieses zusätzliche Fenster oft als störend empfunden. In neueren Versionen der DOSBox gibt es im Startmenü einen eigenen Punkt „DOSBox (noconsole)“, über welchen die DOSBox ohne dieses zusätzliche Statusfenster gestartet werden kann. Bei älteren Versionen der DOSBox kann dies über eine kleine Veränderung im Programmaufruf erreicht werden. Dazu einfach den Eintrag „DOSBox“ im Startmenü oder das DOSBox-Icon auf dem Desktop Rechtsklicken und die „Eigenschaften“ auswählen. Im Kartenreiter „Verknüpfungen“ muss dann im Feld „Ziel“ einfach der Programmaufruf mit dem Parameter „-noconsole“ erweitert werden (davor ein Leerzeichen setzen).

Die bestehenden Einträge in diesem Feld können sich je nach Version voneinander unterscheiden und etwa wie nachfolgend gezeigt aussehen. In jedem Fall einfach ein Leerzeichen und den Parameter wie beschrieben anfügen. Wenn man dann die DOSBox erneut startet, wird sich das separate Statusfenster nicht mehr öffnen. Durch das Entfernen des Parameters „-noconsole“ im Aufruf kann dies natürlich jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.

C:\Programme\DOSBox-0.73\dosbox.exe
"C:\ Programme \DOSBox-0.70\dosbox.exe" -conf "C:\ Programme \DOSBox-0.70\dosbox.conf"

3.) Umschalten zwischen Fenstermodus und Vollbildmodus

Entsprechend der Standardeinstellung startet die DOSBox immer in Fensterdarstellung, was aber beim Spielen eines Adventures nicht unbedingt angenehm ist, da alles sehr klein dargestellt wird und man den Desktop noch sieht. Durch das gleichzeitige Drücken der Tasten ALT und ENTER (Eingabetaste) wechselt die DOSBox jedoch in den Vollbildmodus. Dabei werden die Bildpunkte einfach entsprechend vergrößert, damit die Grafik den gesamten Bildschirm ausfüllt. Im Vollbildmodus kann man allerdings die Statusleiste des DOSBox-Fensters nicht mehr sehen. Sollte dies nötig sein, kann man durch erneutes Drücken der Tastenkombination ALT und ENTER wieder zurück zur Fensterdarstellung wechseln, beispielsweise um kurz einen Blick in eine Lösung zu werfen. Auf diese Art kann beliebig zwischen Fensterdarstellung und Vollbildmodus hin- und hergeschalten werden. Möchte man erreichen, dass die DOSBox immer automatisch im Vollbildmodus gestartet wird, so kann man in der Konfigurationsdatei den Eintrag „fullscreen=false“ auf „fullscreen=true“ ändern. Anweisungen zum Ändern der DOSBox-Konfigurationsdatei finden sich im Artikel „DOSBox: Grundlagen und Installation“.

4.) Emulationsgeschwindigkeit der DOSBox regeln

Die Emulationsgeschwindigkeit der DOSBox wird in der Regel automatisch dem ausgeführten Programm (Spiel) angepasst, kann aber bei Bedarf auch manuell eingestellt werden. Heutzutage wünscht man sich natürlich, dass ein System so schnell wie möglich läuft, aber bei alten Programmen kann es zu Problemen führen, wenn der Rechner zu schnell läuft. Beispielsweise bewegen sich die Figuren im Adventure dann deutlich zu schnell und sind somit kaum steuerbar. Die Geschwindigkeit der Emulation lässt sich über die Tastenkombination CTRL und F11 verringern und über die Tastenkombination CTRL und F12 erhöhen. Die aktuelle Geschwindigkeit wird in der vereinfachten Statusanzeige des DOSBox-Fensters unter „Cpu Cycles“ angezeigt. Wenn man die Geschwindigkeit übrigens extrem hoch einstellt, kann dies zur Folge haben, dass der Rechner, auf dem die DOSBox läuft, performancetechnisch in die Knie geht.

5.) Direktes Schließen der DOSBox

Normalerweise kann die DOSBox durch die Eingabe des Befehles „exit“ geschlossen werden. Wenn man allerdings keine Möglichkeit einer Eingabe hat, wenn sich ein Spiel beispielsweise aufgehangen hat, kann man über die Tastenkombination CTRL und F9 die DOSBox hart schließen. Dies sollte man aber wirklich nur bei Problemen machen oder wenn kein Programm (Spiel) mehr läuft, da man ansonsten den Verlust von Daten (z.B. aktueller Spielstand) innerhalb der DOSBox riskiert.

6.) Aktualisierung des Dateipuffers (zwischen Windows und der DOSBox)

Wie im Artikel „DOSBox: Grundlagen und Installation“ beschrieben und im nachfolgenden Screenshot verdeutlicht, entsprechen die Dateien auf der Festplatte des emulierten DOS-Rechners eigentlich einem einfachen Verzeichnis in Windows. Wenn man also in diesem Fall unter Windows eine Datei in das Verzeichnis C:\DOSBOX kopiert, so sollte diese auch in der DOSBox unter C:\ sichtbar sein. Dies ist grundsätzlich auch der Fall, allerdings prüft die DOSBox nicht automatisch und permanent, ob Dateien (über Windows) im besagten Verzeichnis verändert wurden. Allerdings kann man diese Aktualisierung mit der Tastenkombination CTRL und F4 sofort erzwingen. Dadurch liest die DOSBox den letzten (von Windows geschriebenen) Stand der Dateien aus dem Verzeichnis. Diese Tastenkombination hat übrigens noch eine weitere Funktion, die in einem der folgenden Artikel noch näher erläutert wird.