DOSBox: Wichtige DOS-Befehle

Anders als in den Windows-Betriebssystemen mussten im "DOS-Zeitalter" alle Anforderungen an das Betriebssystem als Befehl eingetippt werden. Wollte man beispielsweise also ein neues Unterverzeichnis anlegen und eine Datei aus einem anderen Verzeichnis dorthin kopieren, waren mehrere aufeinander folgende Befehle nötig, die man der Reihe nach eingeben und jeweils mit der Eingabetaste abschließen musste. Insgesamt gibt es etwa 32 solcher DOS-Befehle, die durch ein paar für die DOSBox spezifische Befehle bzw. Programme ergänzt werden. Die wichtigsten Befehle innerhalb der DOSBox sollen im nachfolgenden Abschnitt etwas näher erläutert werden.

1.) Laufwerk wechseln und Inhalt des aktuellen Unterverzeichnisses ansehen

Auch unter DOS wurden die einzelnen Laufwerke (Festplatte, CD, Disketten) über einen Laufwerksbuchstaben angesprochen. In der Regel war das Laufwerk C:\ die Festplatte und das Laufwerk D:\ das CD-Laufwerk. Nach dem Start der DOSBox befindet man sich entsprechend unserer Voreinstellung auf dem Laufwerk C:\ (Festplatte des emulierten DOS-Rechners). Um das Laufwerk zu wechseln, muss der neue Laufwerksbuchstabe und danach ein Doppelpunkt angegeben werden. Mit dem Befehl "D:" wechselt man also auf das CD-Laufwerk und mit "C:" wieder zurück auf die Festplatte. Bei der Installation von Spielen muss man normalerweise immer zuerst auf das Laufwerk D: wechseln, um dort das Installationsprogramm des Spieles ausführen zu können. Natürlich muss dafür zunächst ein CD-Laufwerk verbunden sein, was im Artikel "DOSBox: Grundlagen und Installation" beschrieben wurde. Mit dem Befehl "dir" (Abkürzung von engl. "directory" = Unterverzeichnis) kann man sich den Inhalt des aktuellen Unterverzeichnisses ansehen. Wenn man sich beispielsweise ansehen will, welche Daten eine CD beinhaltet, kann man zunächst mit "D:" auf das CD-Laufwerk wechseln und sich dort mit dem Befehl "dir" das Inhaltsverzeichnis ansehen.

2.) Ausführen eines Programmes

Auch in DOS gab es bereits sogenannte Dateinamenserweiterungen bei den Dateien, ähnlich wie wir sie auch von Windows kennen. Beispielsweise steht ".txt" für eine Textdatei. Unter DOS gab es allerdings nur 3 Dateitypen, die ausgeführt werden konnten (Programme), alle anderen Dateitypen beinhalteten lediglich Daten. Die ausführbaren Dateitypen ins DOS haben folgende Dateinamenserweiterungen: ".exe / .com / .bat"

Das Beispiel oben zeigt alle möglichen Typen von ausführbaren Dateien, also Programmen. Um so eine Datei nun auszuführen, muss einfach der Dateiname eingegeben werden. Den Punkt und die Erweiterung kann man sogar weglassen, wenn es nicht 2 oder mehrere Dateien gibt, die vor dem Punkt den gleichen Namen haben. In den meisten Fällen findet man auf den Spiel-CDs ausführbare Dateien mit den Namen INSTALL, SETUP oder START. Wenn man eine solche Datei ausführt, wird die Installation des jeweiligen Spieles gestartet. Meistens geben die Handbücher der Spiele dazu sehr genaue Anleitungen.

3.) Wechsel von Unterverzeichnissen

Wie in Windows gab es auch in DOS Unterverzeichnisse, in denen Dateien abgelegt wurden. Um sich durch diese Unterverzeichnisse zu bewegen, verwendet man den Befehl "cd" (Abkürzung von engl. "change directory" = Unterverzeichnis wechseln). Ein Unterverzeichnis erkennt man übrigens am Zusatz <DIR> im Inhaltsverzeichnis. Um in ein solches Unterverzeichnis einzusteigen, gibt man einfach den Befehl "cd" gefolgt von einem Leerzeichen und dem Namen des Unterverzeichnisses ein. In unserem Beispiel haben wir das Verzeichnis "TEST", in welches wir durch den Befehl "cd TEST" gelangen. Dort kann man sich mit dem Befehl "dir" wieder das Inhaltsverzeichnis ansehen. Natürlich kann jedes Unterverzeichnis selber wieder ein oder mehrere Unterverzeichnisse enthalten, in die man nach dem gleichen Schema einsteigt.

Um wieder eine Ebene zurück zu gelangen (also in das übergeordnete Unterverzeichnis), muss man den Befehl "cd.." eingeben. Dies kann man wiederholen, bis man wieder im obersten Unterverzeichnis angelangt ist. Um noch schneller in das oberste Unterverzeichnis zu gelangen, kann man auch den Befehl "cd\" verwenden.

4.) Umschalten der Tastatursprache (deutsch/englisch)

Über den Befehl "keyb" kann die Tastatursprache eingestellt werden. So kann man zwischen deutscher und englischer Tastatur umschalten. Der Befehl wird gefolgt vom jeweiligen Ländercode. Nachfolgend die Beispiele für Deutsch und Englisch.

"keyb gr" (schaltet auf deutsche Tastatur mit Umlauten um)
"keyb us" (schaltet auf englische Tastatur um)

Hinweis: Zwischen deutscher und englischer Tastatur sind die Tasten Y/Z vertauscht.

5.) Liste aller DOS-Befehle

Hilfe und Beschreibungen zu weiteren DOS-Befehlen bekommt man über die Befehle "help" oder "help /all"

6.) Allgemeine Infos zur DOSBox

Über den Befehl "intro" können weitere wichtige Infos über die DOSBox eingesehen werden. Darunter sind das Verbinden von Verzeichnissen, das Zuweisen eines CD/DVD-Laufwerkes und wichtige Tastenbelegungen. Die jeweils nächste Seite kann über die Eingabetaste angezeigt werden.

7.) Verlassen der DOSBox

Die DOSBox wird durch die Eingabe des Befehles "exit" geschlossen.